03-05-2018 (Kommentare: 0)

Der Klima-Tisch Rheinberg startet gemeinsam mit dem Quartiersbüro Innenstadt West und der Stadt ein neues Fahrradförderungsprojekt, bei dem Lastenräder für kurze Strecken ausgeliehen werden können.

Mal eben den Einkauf erledigen, zum Baumarkt fahren oder das Kind aus dem Kindergarten abholen: Das alles wird oft mit dem Auto erledigt – kurze Wege können in Rheinberg bald mit einem so genannten Lastenrad zurückgelegt werden.

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Das Fahrradförderungsprojekt des Klima-Tischs Rheinberg, das in Kooperation mit dem Quartiersmanagement Innenstadt West sowie der Stadt ins Leben gerufen wurde, startet am 9. März. Dann ist auch der offizielle Startschuss für den Lastenradverleih. Gestern stellten die städtische Klimaschutzmanagerin Nicole Weber F. Santos, Anke Sczesny vom Quartiersbüro an der Buchenstraße in der Reichelsiedlung und Jana Lenders, Mitarbeiterin des Quartiersbüros, das Projekt vor. „Wir haben uns für dieses Viertel entschieden, weil hier viele Menschen kein Auto besitzen und so flexibler sein können“, erklärte Nicole Weber F. Santos. Mit bis zu 80 Kilogramm kann die Kiste, die vor dem Lenker befestigt ist, beladen werden. Anschnallgurte und eine Sitzfläche machen es möglich, dass zwei kleine Kinder mitfahren können. „Ein Wochenendeinkauf passt locker rein oder auch vier bis fünf Getränkekisten“, sagte die Klimaschutzmanagerin.

Das Fahrradmodell aus den Niederlanden ist nicht zu sportlich, hat eine Gangschaltung und eine Rücktrittbremse. Jeder kann sich das Rad ausleihen. „In Großstädten gibt es solche Lastenräder schon lange. Hier muss man solche hippen Ideen anstoßen, damit sie funktionieren“, so Weber F. Santos. Sie selbst ist das Rad schon gefahren und bestätigte, dass es keinerlei Überwindung koste, auf das größere Fahrrad aufzusteigen und loszufahren. Das gesamte Fahrradförderungsprojekt hat drei Standbeine: Dazu wurden zwei Garagen an der Eschenstraße angemietet. In der Garage Nummer 18 gibt es erstens den Fahrradverleih. Zwei Räder stehen zur Verfügung und können tagsüber kostenlos ausgeliehen werden. Lediglich ein Pfand, ein Ausweis oder Handy, muss hinterlegt werden.

Auch ein Fahrradkino ist geplant. Zweitens gibt es in der Garage nebenan, Nummer 19, eine Fahrradselbsthilfewerkstatt, die an drei Tagen geöffnet hat. An welchen Tagen das ist, steht noch nicht fest, denn noch wird eine geduldige Person gesucht, die Ahnung von Reparaturen hat und die Werkstatt betreut. Kandidaten gebe es aber schon.

Wer Interesse hat, kann sich aber weiterhin im Quartiersbüro oder bei der Klimaschutzmanagerin melden. Drittens soll es über das Jahr verteilt, Aktionen zur Fahrradförderung geben. Geplant seien ein Fahrradkino, Verkehrsregeltraining und ein Fahrtraining. „Wir wollen schauen, wie die Fahrräder angenommen werden und dann im Laufe des Jahres zwei weitere Räder, eventuell auch E-Bikes, anschaffen“, sagte Weber F. Santos.

 

Quelle Text und Bild: Quartier und Rheinberg West, - Jasmin Ohneszeit

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